Der türkische Staat hat eine gute Strasse
von Midyat nach Kafro gebaut, die allerdings am Dorfeingang aufhört. Von
dort aus ist die Strasse Aufgabe der Gemeinde, also des Entwicklungsvereins Kafro.
Ebenso ist es mit Wasser und Strom. Die
Strommasten enden am Dorfeingang, wo ein Transformator die Hochspannung
auf 220 Volt transformiert. Von dort würde der Staat die Strommasten an
den beiden Strassen entlang ziehen und jedes Haus seinen Anschluss
bekommen. Dagegen wehren sich die Rückkehrer. Sie wollen eine unterirdische
Stromzufuhr. Die Kosten für die Kabel und deren Verlegung müssen sie
jedoch selbst übernehmen.
Beim Wasser ist das Thema noch komplexer. Da
der gebohrte Brunnen nur wenige Meter über der Dorfstrasse steht, müsste
der Wasserdruck entweder durch einen Wasserturm erhöht werden, was die
Wasserwerke heute verbieten, oder durch eine Hochdruckpumpe vom
Wassererfassungsbecken bis in die Häuser hochgepumpt werden. Die durch
Strom und Wasser entstehenden Kosten kann der Entwicklungsverein Kafro
nicht allein aufbringen, da alle Rückkehrer bereits durch die gestiegenen
Baukosten der Häuser über Gebühr belastet sind. Er ist dafür dringend auf
Hilfe von Gönnern angewiesen.
WASSERVERSORGUNG
Am Dorfeingang wurde an der höchsten Stelle
ein Brunnen gebohrt. In 365 Meter Tiefe stiess man auf Grundwasser. Die
Bohrung wurde durch die türkischen Wasserwerke durchgeführt und dem KafroVerein berechnet. Von der Deutschen Botschaft in Ankara wurde eine
elektrische Wasserpumpe gespendet, die 5 Liter Trinkwasser pro Sekunde
nach oben pumpt. Bis zum geplanten Bezug der Häuser müssen nun folgende
Arbeiten erledigt werden:
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DAS WASSERRESERVOIR
Neben dem Brunnen muss ein gedecktes
Wasserreservoir gebaut werden, in welches das Trinkwasser gepumpt werden
kann. Das bedeutet den Bau eines Hauses mit einem vertieften Becken, in
dem das Wasser gespeichert, kontrolliert und gefiltert werden kann. Die
Kosten für Baumaterial und Arbeit wurden auf 10’000 - 12’000 Franken
berechnet.
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TRINKWASSERAUFBEREITUNG
Die Wasserwerke haben nach der Bohrung
bestätigt, dass das Wasser als Trinkwasser verwendet werden kann. Die
Rückkehrer haben jetzt eine Analyse der Wasserqualität in Deutschland in
Auftrag gegeben, um sich abzusichern und eine eventuell notwendige
Filterung von Fremdstoffen zu ermöglichen. Die Analyse und der
Filtereinbau kosten 4'000 Franken.
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DRUCKWASSERPUMPE
Es wird eine elektrische Druckwasserpumpe
mit 6 bar Druckleistung benötigt, um das Wasser in die Häuser und bis zur
obersten Etage zu bringen. Die Kosten für eine zuverlässige Pumpe betragen
5'000 Franken.
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DRUCKWASSERLEITUNG
Die Druckwasserrohre aus Kunststoff wurden
inzwischen gekauft und zum unterirdischen Verlegen wurden bereits die
Gräben zu den Häusern ausgehoben. In Abständen von 50 Metern muss jeweils
ein Kontrollschacht gebaut werden. Die Aufwendungen dafür sind noch nicht
bekannt.
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ABWASSERLEITUNG
Von allen Häusern müssen die Abflüsse an die
zukünftige Kläranlage vorbereitet werden, die ebenfalls unterirdisch
verlaufen werden.
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Höchst notwendig war
die Anschaffung eines leistungsfähigen Notstromaggregates. Es sorgt bei
den häufigen Stromausfällen, dass immer Elektrizität die Wasserpumpe und
die weiteren wichtigen Geräte antreibt. Die Gesamtkosten dieser
Anschaffung beliefen sich auf Fr. 55'700. Das Aggregat allein kostete Fr.
48'500. Diesen Betrag möchten wir in unserem zweiten Projekt nun wieder
mit Spenden zusammen tragen. Helfen Sie bitte mit!
Zudem braucht es ein
Spannungs-Regler, weil die Stromspannung in der Südosttürkei sehr stark
schwankt. Er ist für etwa 9500 Franken zu haben.