Jugendförderung im Tur Abdin
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Nachdem in Kafro inzwischen 11 Familien mit 14 Kindern zurück gekehrt sind, müssen die Kinder in ihre neue Heimat integriert werden. Sie müssen Türkisch lernen, um den Anschluss an die öffentlichen Schulen zu finden, und müssen ihre Muttersprache Aramäisch lernen, was in Europa im Elternhaus nur teilweise gelungen ist.
Mit einem Bus werden sie deshalb viermal wöchentlich zum Türkischunterricht zur Schule ins ca. 20 km entfernte Midyat gefahren. Einmal wöchentlich werden sie in einem renovierten Haus im alten Dorfteil Kafros, in dem ein Schulraum eingerichtet wurde, von einem Aramäischlehrer unterrichtet.
Ansonsten sind die Kinder sich selbst überlassen. Es gibt keinen Dorfladen, keinen Spielplatz, keinen Sportplatz und keinen Versammlungsraum. Kindergeburtstage sind der einzige Anlass, an dem alle Kinder und Jugendliche zusammen kommen. Ansonsten steht nur das Fernsehen mit Satellitenempfang zur Verfügung.
Es gibt keine Festnetzleitung nach Kafro. Daher funktionieren dort nur Funktelefone. Die einzige Möglichkeit das Internet zu benutzen ist heute der Besuch in einem Internet-Café in Mydiat.
Internetraum für die Schule in Kafro Aus diesem Grund ist der Plan entstanden, einen Internetraum in der Schule in Kafro einzurichten. Für die Zuführung einer vorgeschriebenen unterirdischen Telefonleitung verlangt die Telekom eine Selbstbeteilung an den Kosten, weil es im Dorf weniger als 30 Anschlüsse gibt. Mit sechs PC-Stationen, einem Netzwerkdrucker, Faxgerät, Scanner und Kopierer, dem Netzwerk und den Möbeln beläuft sich der Kostenvoranschlag auf 16’600 Franken.
Da unser Pfarreiprojekt nur die Unterstützung von Projekten vorsieht, die der Allgemeinheit dienen, werden wir uns lediglich an den Kosten der Einrichtung des Internetraumes beteiligen, nicht an dessen Unterhalt. Neben dem Einsatz zum schulischen Unterricht, der Ausbildung und Weiterbildung der Schüler von Kafro stünde der Raum unter der Leitung eines Mitarbeiters an Nachmittagen zu festgelegten Öffnungszeiten auch Schülern und Jugendlichen aus den anderen Dörfern der Region zur Verfügung.
Damit die Schüler an den Rechnern nicht von Wartenden gestört werden, würde noch ein Teeraum mit Gartensitzplatz eingerichtet, dessen Bewirtung in Frondienst von den Bürgern von Kafro geleistet wird und zusätzliche Einnahmen bringen könnte. Die kostenpflichtige, stundenweise Nutzung des Internets durch Gäste würde ebenfalls zur Deckung der laufenden Kosten beitragen.
Wir danken herzlich für jede Spende. Spendenkonto: Kath.
Pfarramt; 8903 Birmensdorf; |
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