Einsegnungsfeier
1. September 2006
Bericht von Benjamin
Demir
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Gegen 10 Uhr in der Früh traf S.E. Mor Timotheos Samuel Aktas in Kafro ein. Begleitet von Deyroyo (Mönch) Hanna aus Warburg, Deyroyo Aziz aus dem Kloster Mor Melke, Deyroyo Gabriel aus dem Kloster Mor Gabriel, sowie den zwei Malfone (Lehrer) des Klosters Mor Gabriel. Nach und nach versammelte sich der grösste Teil der Einwohner auf der Strasse des Dorfes und gemeinsam mit den Geistlichen begann das Programm mit einem Gebet in der Kirche Mor Yahkub und Mor Barsaumo und danach in der Muttergottes-Kapelle. Anschliessend besuchte S.E. Mor Timotheos jedes Haus einzeln und segnete gemeinsam mit den anderen Geistlichen alle 15 Häuser der Rückkehrer. Nach alter Tradition wurde in fast jedem Haus die Delegation mit einem „hulholo“ der Frauen willkommen geheissen. Nach der Segnung des Hauses übergab S.E. jeweils der Rückkehrerfamilie eine Bibel und diverse andere Bücher bzw. Bilder von Geistlichen und Heiligen als Willkommensgeschenk. Nach ca. 2 Stunden wurde die Segnung der Häuser durchgeführt und man versammelte sich zum gemeinsamen Mittagessen. Die Kinder mitgezählt, waren ca. 70 Personen anwesend. Fast alle waren aus dem Dorf Kafro: Rückkehrerfamilien und deren Gäste aus Deutschland, der Schweiz und Schweden. Vor dem Essen hielt Yahko Demir eine kurze Eröffnungsrede, bei der er sich bei allen Beteiligten bedankte, sowohl den Helfern an diesem Tag, dem Hasyo für seine Mühe und Motivation als auch bei all den Vereinen, die von Anfang an und auch später mitgewirkt haben, für ihre Unterstützung – sei es finanziell wie auch moralisch. Danach verlas und übersetzte Deyroyo Hanna das erhaltene Fax von der Katholischen Pfarrei Aesch-Birmensdorf-Uitikon. Man freute sich über diese nette Geste des Vereins und man wünschte dessen Mitgliedern Gottes Segen. Daraufhin hielt Seine Eminenz seine Rede – gefüllt von Emotionen. Einige konnten ihre Tränen nicht zurückhalten – auch der Seyidna (Bischoff) selber nicht! Er meinte, er habe das Dorf in seiner Blütezeit erlebt, er habe es leer und verlassen erlebt und er ist sehr glücklich, dass er dieses freudige Ereignis der Wiederbelebung des Dorfes auch miterleben konnte und durfte. Weiter sagte er, dass Gott seine Hand im „Spiel“ hatte und er sehr froh ist, dass die Menschen zu den Gräbern ihrer Vorfahren zurückgekehrt sind. Nach der Rede wurde gemeinsam zu Mittag gegessen. Alle Frauen aus dem Dorf haben zusammen gekocht und die Gäste verwöhnt. Die Früchte des Tur Abdins (Melonen, Feigen, Trauben) und der Tee nach dem Essen durften natürlich nicht fehlen! Gegen 14:30 Uhr verabschiedeten sich Seine Eminenz und seine Begleiter.
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