Tur Abdin

Ausbildungsförderung für die Jugend im Tur Abdin

Mit der Rückkehr der Eltern aus Deutschland und der Schweiz werden die Kinder aus der vertrauten Umgebung in die unwirtliche Hochebene des Tur Abdin mitgenommen, in der ihnen alles fremd ist. Sie müssen Türkisch lernen, und ihr Aramäisch verbessern. Und die ganze mediale Welt der europäischen Heimat geht ihnen verloren: Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Rundfunk und Fernsehen auf Deutsch gehen fast gänzlich verloren. Im besten Fall können einige deutsche Fernsehsender über Satellit empfangen werden, und wenn sie jetzt einen Internetanschluss haben,  können sie ihren Wissensdurst über das World Wide Web stillen und über E-Mail mit Freunden in Europa kommunizieren.

Aber wie sollen sie nach der Schule eine sinnvolle Tätigkeit finden, die ihnen auch das Geld für den Lebensunterhalt bietet?

In der nächsten Stadt Midyat befindet sich ein Kulturzentrum, das mit Geldern der EU erreichtet wurde und in dem Jugendliche zum Silberschmied oder zur Handweberei ausgebildet werden können, also zu einem Kunsthandwerk, das weder erstrebenswert noch einträglich ist. Lehrstellen für moderne Berufe in der muslimischen Stadt Midyat zu finden ist sehr schwierig.

Was die Christen im Tur Abdin dringend brauchen sind Handwerker, welche die Berufe um den Hausbau beherrschen, also Maurer, Elektriker, Sanitärmonteure, Fliesenleger, Hochbauzeichner und Architekten, und sie unabhängig von der Muslimischen Umgebung machen.

Den Ackerbau und die Viehzucht beherrschen einige der Rückkehrer bereits, aber auch sie benötigen Hilfe und beruflichen Nachwuchs.

Dringend benötigt würde auch ein gut ausgebildeter Automechaniker, der sich auf die Wartung und Reparatur verschiedener Fahrzeugtypen versteht.

Weiterhin  werden fähige Mitarbeiter im Gesundheitswesen benötigt, für die Akutkrankheiten, aber auch für die Krankenpflege und in Zukunft auch für die medizinische Altenpflege.

Manche Kafroyees träumen von einem Hotel in Kafro oder Midyat, in dem man  die immer zahlreicher werdenden Touristen beherbergen kann. Hier sind die Berufe des Hotelgewerbes und der Gastronomie gefragt.

Und besonders für die Telekommunikation werden Spezialisten gebraucht, welche sich mit der Telefon- und Internettechnik, sowie der Computer und Netzwerktechnik auskennen. Mit einer soliden Berufsausbildung können sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse nicht nur in den Dörfern des Tur Abdin einsetzen, sondern auch bei der muslimischen und kurdischen  Bevölkerung.

Viele dieser Berufe können in Südostanatolien gar nicht  erlernt werden, müssen daher  in Europa gelernt werden, was den jungen Fachleuten einen wesentlichen Wissensvorsprung bringt, für die zurückgekehrten Familien aber eine grosse finanzielle Belastung bedeutet. In vielen Fällen können sie sich auf Verwandte in ihrer europäischen Heimat stützen, bei denen die Jugendlichen während der Ausbildung wohnen können, aber trotzdem entstehen ihnen zusätzliche Kosten, die sie nicht immer alleine tragen können.

 

Wir sammeln deshalb Geld für den Ausbildungsfonds, mit dem wir hilfsbedürftigen Familien für die Ausbildungskosten ihrer Jugendlichen beistehen. Wir sind dabei nicht allein! Seit dem Jahr 2008 unterstützt uns die Ev.-ref. Kirchgemeinde Uitikon als Partner mit vollem Mitspracherecht.

 

Herzlichen Dank für jede Spende!

 

Kath. Pfarramt Birmensdorf, PC-Konto 87-184350-1, Vermerk TurAbdin

Ev.-ref. Kirchgemeinde Uitikon, Postkonto 80-7702-6

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